Deutsch-Matura Erfahrungsbericht

Die schriftliche Deutsch Matura ist die erste Prüfung und für viele die vermeintlich einfachste. Da ebenfalls zahlreiche Schüler eine 3 oder mehr als Jahresnote hatten, konnte man deutlich entspannter in diese Prüfung gehen.

Beim Öffnen der Testunterlagen jedoch der erste Schock: 300 Minuten Prüfungszeit statt den von Minister Fassmann verordneten 6 Stunden? Nach Rückfrage mit dem Betreuern wurde uns jedoch versichert, dass 6 Stunden geplant seien und dies nur ein Fehler im Aufgabenheft war.

Das erste Thema wurde von einer Schülerin von ganzen 70 Maturanten gewählt: “Literatur”. Textinterpretation… da blättert man schon aus Prinzip weiter. Viele Schüler werden von der Textinterpretation abgeschreckt….zu zeitaufwendig, zu hohe Ansprüche seitens LehrerInnen. Das zweite Thema gestaltete sich rund um eine Textanalyse, die vielen jedoch nebulös erschien. Was sagt der Text denn jetzt wirklich aus? Zu große Gefahr einer Missinterpretation und fehlendes Interesse an einer ausgearbeiteten sprachlichen Analyse verschlug zahlreiche Maturanten zum Thema 3: Tourismus. Auch wenn dieses Thema weder Meinungsrede noch Zusammenfassung, Lieblingstextsorten der Mehrheit der Maturanten, beinhaltete, erschien es deutlich einfacher. Lediglich ein Kommentar zur Problematik des Touristen Einstroms am Beispiel Barcelonas und eine Erörterung zum Thema des “soft & green” Tourismus waren gefordert.  Die 6 Stunden schienen nie zu enden für die Schüler, die ihre Texte nach 3 Stunden fertig hatten. Diese verließen das Klassenzimmer um Punkt 12 Uhr als es dann erlaubt war und genossen den strömenden Regen vor der Schule. Andere Schüler wie ich warteten die volle Prüfungsdauer ab und verbesserten den Text dort wo es ging. Auf Anweisung der Prüferin sollten auch Wörter gezählt werden und im 50-Wörter-Abstand unterstrichen werden, was in anderen Klassen und bei anderen Maturanten jedoch nicht gefordert wurde: eine reine Zeitverschwendung.

Persönlich erging es mir während diesen ermüdenden 6 Stunden gut. Die zur Verfügung gestellte Zeit ermöglichte es einem, seine Texte doppelt und dreifach zu bearbeiten, um im Kommentar noch Polemik und Rhetorik einzubauen, aber auch um sich in der Erörterung mehr dem 2. Operator (Stellungnahme zu den Argumenten der Experten) zu widmen.

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